Es gibt Urlaubsorte, über die man schwärmt. Und es gibt Orte, zu denen man einfach jedes Jahr
zurückfährt. Der Robinson Club Pamfilya an der türkischen Riviera gehört zur zweiten Kategorie.
Viele Familien buchen hier seit über zehn Jahren denselben Club. Was steckt dahinter?
Die Anlage: Pinienwald, Sandstrand, alles fußläufig
Der Pamfilya liegt nahe der antiken Stadt Side in einem duftenden Pinienwald, direkt an einem
kilometerlangen, flach abfallenden Sandstrand. Der Pinienschatten ist an heißen Tagen wirklich ein
Unterschied – Kleinkinder und Eltern können länger draußen bleiben, ohne zu überhitzen. Und der
Strand fällt so sanft ab, dass selbst Zweijährige eigenständig plantschen können.
Die Anlage ist kompakt und übersichtlich: kein endloses Suchen mit dem Buggy, keine langen Wege.
Pool, Restaurant, Kinderbetreuung, Strand – alles in wenigen Minuten erreichbar.
Wichtig zu wissen: Die Anlage wurde zuletzt 2013/2014 renoviert. Einzelne Bereiche tragen
mittlerweile leichte Gebrauchsspuren. Wer das einkalkuliert, wird nicht enttäuscht – was der Pamfilya bietet, liefert er zuverlässig.
Das Kinderprogramm: Details, die kein anderer Club bietet
Der ROBY CLUB läuft an sieben Tagen pro Woche, kostenlos ab 2 Jahren. Für die ganz Kleinen gibt
es den ROBY BABY CLUB ab 0 Jahren – stundenweise Betreuung, sechs Tage pro Woche, gegen
Gebühr. Was den Pamfilya aber wirklich abhebt, sind Dinge, die kein Prospekt auflistet:
Die Schatzsuche. Regelmäßig gehen Kinder ab drei Jahren mit Piraten-Kostümen auf dem Gelände
auf Schatzsuche – mit echten kleinen Überraschungen am Ende. Die meisten Robinson-Clubs bieten dieses Format nicht an.
Die Rutschen und der Rutschen-Contest. Am Pool gibt es zwei Wasserrutschen – und regelmäßig
wird daraus ein richtiges Familienevent: ein Rutschen-Contest, bei dem Eltern und Kinder gemeinsam antreten. Spaßig, laut, mitreißend – und einer der Momente, bei denen man merkt, dass hier wirklich an die ganze Familie gedacht wurde, nicht nur an die Kinder.
Der Eiswagen. Täglich rollt er durch den Club – Waffeln, Eis in verschiedenen Sorten. Kinder können
ihn selbstständig ansteuern. Für viele der Lieblingsmoment des Tages.
Die Hüpfburg. Einmal pro Woche auf der Festwiese, kein Aufpreis, keine Voranmeldung. Für
Kleinkinder und Grundschulkinder regelmäßig das beliebteste Nachmittagsprogramm der Woche.
Dazu: eigenes Kinderrestaurant, ein Spielplatz von einem deutschen
Spielplatzbauer, Schwimmschule mit Seepferdchen-Kurs, Kinderkatamarane und Optimisten. Die
Küche wird regelmäßig gelobt: türkische Themenabende, ein eigenes Kinderbuffet, das auch
wählerische Gaumen bedient.
All Inclusive – und eine ehrliche Einschränkung
Der Pamfilya wird All Inclusive betrieben: alle Mahlzeiten, Softdrinks, Bier, Wein und die meisten
Cocktails ganztägig inklusive. Wer abends in Ruhe draußen sitzen möchte, erlebt allerdings eine
Einschränkung, die etwas enttäuschend ist: Ein Großteil der Außenplätze steht (Stand 2025) nur
im Rahmen von Wine & Dine zur Verfügung – also gegen Gebühr, mit einer Flasche Wein oder
ähnlichem. Wer einfach nur draußen sitzen will, ohne zusätzlich zu zahlen, hat deutlich weniger
Auswahl als die Anlage auf den ersten Blick vermuten lässt.
Am Strand sind Liegen und Sonnendächer kostenlos – auch auf dem Steg. In der Hochsaison kann die Liegenreservierung durch Frühaufsteher morgens ein Thema sein. Das Strandrestaurant ermöglicht mittags ein Essen direkt am Wasser.





Das Theater – und eine kleine Ladengasse
Das Theater ist eines der gelungensten Details der Anlage: es liegt zentral im Herzen des Clubs,
architektonisch gut integriert, und wird dadurch zum natürlichen Treffpunkt. Man kommt abends fast zwangsläufig dort vorbei, sieht andere Familien, bleibt spontan stehen – das erzeugt genau die
familiäre Atmosphäre, für die der Pamfilya bekannt ist.
Weniger gelungen ist eine kleine Ladenzeile auf dem Gelände – mitten im Club, nicht außerhalb.
Dort gibt es unter anderem einen Teppichhändler, der die direkt im Durchgang aufgehängten
Perserteppiche bewacht und Kinder zurechtweist, wenn sie die Teppiche berühren. Für Familien mit
neugierigen Kindern ist das spürbar unangenehm – und ein Fremdkörper in einer ansonsten
entspannten Atmosphäre.
Welches Zimmer – und warum die Wahl zählt
Drei Häuser, sehr unterschiedliche Charaktere. Haus Olbia (Lichthof) liegt abseits vom Clubzentrum – keine Beschallung durch die abendlichen Shows, ideal für Familien mit Kleinkindern, die früh schlafen. Die Lichthof-Zimmer haben keinen Balkon, dafür ein geschütztes Raumgefühl und
natürlichen Luftzug. Unter Stammgästen ein offenes Geheimnis – über die Robinson-App als
Wunschzimmer anfragen (ca. 20 Euro Aufpreis pro Nacht).
Coracaesium und Termessos liegen zentral – ideal für Familien, deren Kinder selbstständig zu Pool
und Betreuung laufen sollen.
Standard-Doppelzimmer (25–29 m2) haben teils sehr kleine Balkone; wer abends draußen sitzen will, sollte explizit auf die Kategorie mit großem Balkon achten. Der Goldstandard für vierköpfige Familien sind die Familienzimmer FZX2(51–60 m2) – zwei verbundene Zimmer mit eigenem Bad. Diese sind schnell vergriffen. Wer sie braucht, bucht früh.
Die Details, die den Pamfilya ausmachen
Die türkische Gastfreundschaft ist im Pamfilya spürbar – im täglichen Umgang, nicht nur auf dem Papier. Am geschützten Strandabschnitt wurden schon Meeresschildkröten-Gelege gesichtet. Der Club engagiert sich mit dem Verein Sonnenpfoten Berlin e.V. für die Straßenkatzen auf dem Gelände – ein kleines Detail, das zeigt, dass hier mit Herzblut gearbeitet wird.
Wann reisen – wann buchen?
Mai und Oktober sind die Sweet Spots: 26 Grad Luft, warmes Meer, weniger Trubel, günstigere
Preise. Im Juli/August steigt das Thermometer regelmäßig über 35 Grad – für Kleinkinder
anstrengend. Die Herbstferien sind der beliebteste Zeitraum, viele Familien buchen ein Jahr im
Voraus. Bestes Frühbucherfenster: Oktober bis Januar des Vorjahres.
Ausflüge in der Umgebung
Nur fünf Kilometer entfernt liegt Side mit dem römischen Theater direkt am Meer. Der Manavgat- Wasserfall ist etwa sechs Kilometer entfernt, der Wochenmarkt in Manavgat lohnt sich für frisches Obst und günstige Textilien. Jeep-Safaris ins Taurusgebirge und Bootsfahrten auf dem Manavgat-Fluss gehören zu den Klassikern. Kein Mietwagen nötig – Taxis und Club-Ausflüge reichen.
Fazit: Für wen lohnt sich der Pamfilya?
Für Familien mit Kindern zwischen null und zwölf Jahren ist der Pamfilya schwer zu schlagen – nicht wegen einzelner Features, sondern weil alles zusammenpasst: Strand, Betreuung, Atmosphäre, Lage. Paare, die Ruhe suchen, sind anderswo besser aufgehoben.
Wer tiefer einsteigen möchte – Klimatabelle, Buchungsmatrix und ausführlicher Zimmer-Guide –
findet das in der vollständigen Analyse des Robinson Club Pamfilya auf club-finder.de.
Quelle Titelbild: ROBINSON.com
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